Griechenland
Im Mai 2009 waren wir das erste Mal in
Griechenland, und zwar auf der Halbinsel Chalkidiki.
Diese befindet sich im Nordosten von Griechenland.
Am Ende der Halbinsel fächert sie sich in drei fingerähnliche Halbinseln
namens Kassandra, Sithonia und Magion Oros. Umschlossen wird die gesamte
Halbinsel vom Ägäischen Meer. Zwischen Kassandra und Sithonia liegt der
rund 20 Kilometer breite und 50 Kilometer lange Golf von Toronéos, der
manchmal auch als Golf von Kassandra bezeichnet wird. Zwischen Sithonia
und Magion Oros erstreckt sich der etwa gleichgroße Golf von Magion Oros.

Chalkidiki, wie die Halbinsel typischerweise auch
in Mitteleuropa bezeichnet wird, gehört zur Provinz Makedonien. Die
Hauptstadt, die auch über einen internationalen Airport verfügt, ist
Saloniki. Die durchaus gängige Bezeichnung Thessaloniki bezieht sich
dabei sowohl auf die Stadt Saloniki als auch die angrenzenden Gebiete
und Verwaltungsbezirke. Es ist dabei eine Art Metropolitan Area gemeint.
Die Landschaft der Halbinsel wird neben behutsam
angesiedelten touristischen Einrichtungen in erster Linie von der
Landwirtschaft bestimmt. Zu den Hauptprodukten zählen dabei Oliven,
Getreide, Wein und Honig. Bei einer Rundfahrt auf den gut ausgebauten
und vorwiegend direkt an der Küste verlaufenden Straßen kann man die
sanfte Hügellandschaft und die weit verbreiteten Pinienwälder genießen.
Viele kleinere Ortschaften haben sich ihren ursprünglichen Charakter
bewahrt.
Neben der Landwirtschaft und dem Tourismus ist die Fischerei ein
wichtiger Erwerbszweig der einheimischen Bevölkerung. Frische
Fischgerichte gibt es daher in vielen Tavernen, wenngleich man auch hier
schauen sollte: Manchmal bekommt man auch Tiefkühlware.
Neben einer Reihe von Hotels der 3– bis 5–Sterne–Klasse gibt es auf
Chalkidiki auch eine Fülle von Angeboten für Individualurlauber.
Ferienwohnungen mit Self–Catering gibt es für fast jeden Geldbeutel und
fast in jedem Ort. Typischerweise findet man in der Nähe der
Ferienhäuser auch Restaurants und Supermärkte, die die Verpflegung vor
Ort erleichtern.
Griechenland weist aufgrund seiner
zahlreich vorhandenen Gebirgsketten kein durchgehend einheitliches Klima
im gesamten Land auf. Das Klima in Griechenland kann stellenweise
regional differieren. Generell herrscht in dieser Region im östlichen
Mittelmeer ein gemäßigtes Mittelmeerklima mit heißen, trockenen Sommern
mit Temperaturen zwischen 30-35° Celsius und milden Wintern mit
durchschnittlichen Temperaturen um die 15° Celsius. Regentage sind so
gut wie kaum anzutreffen. Im Sommer regnet es an durchschnittlich drei
bis vier Tagen, im Winter an acht Tagen. Im Vergleich zum westlichen
Mittelmeer ist das griechische Klima aber erheblich trockener und zum
Teil heißer, allerdings aufgrund seiner geringen Luftfeuchtigkeit um die
50% meist auch angenehmer zu ertragen. Die höheren Temperaturen sind zum
einen durch die größere Landmasse des Landes zu erklären, zum anderen
durch den geringeren Einfluss atlantischer Tiefausläufer, die sich im
Winter weniger auf den östlichen Teil des Mittelmeeres auswirken.
Während der trockenen Sommermonate, vor allem aber im Frühjahr, wirken
heiße, tendenziell eher schwüle Hitzewellen aus der Sahara auf das Klima
in Griechenland ein, die auf ihrem Weg nach Griechenland über das
Mittelmeer Feuchtigkeit aufnehmen und sie in Form starker Niederschläge
an der gebirgigen Südostküste Griechenlands örtlich wieder abgeben.
Gerade die südöstlich gelegenen griechischen Inseln weisen daher im
Vergleich zum restlichen griechischen Klima eine höhere
Jahresniederschlagsmenge auf. Zwischen den Monaten Mai bis Oktober
herrschen vor allem in der Ägäis trockene, eher kühlere
Nord-Nordostwinde vor. Sie werden als Etesien bezeichnet und können auf
dem Meer durchaus ab und an stürmische Ausmaße annehmen.
 Dennoch
ist das Klima in Griechenland gerade in den Sommermonaten ideal für
einen ausgedehnten Badeurlaub. Das trockene und heiße Wetter lässt die
Wassertemperaturen im südlichen Griechenland zum Teil bis auf 28°
Celsius ansteigen. Die Spitzenwerte werden hauptsächlich im August
erreicht. Angenehmer für Erkundungstouren sind die Temperaturen im
Frühjahr bzw. Anfang Herbst. Im April, Mai bzw. September herrschen
angenehme Temperaturen um die 20° vor. Auch ein Besuch der Hauptstadt
Athen sollte außerhalb der heißen Sommermonate geschehen.

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