In der Fremde
Einen Tag lang ungestört
    in Muße zu verbringen, heißt
        einen Tag lang ein Unsterblicher zu sein !

Ausflüge

Tunesien hat viel Kulturelles und Geschichtliches zu bieten. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben einige dieser Stätten besucht.

Sidi Bu Said - das blau-weiße Dorf

Mit seinen knapp 5.000 Einwohnern ist Sidi Bu Said einer der teuersten Wohnorte und beliebtes Ausflugsziel der Tunesier wie der ausländischen Urlauber. Die verträumten Ecken und lauschigen Cafés bilden vor allem das Dorado der Verliebten.
1912 entdeckte der französische Bankier Baron d'Erlanger dieses reizende Dorf auf dem hohen Felsen Kap Karthago und war begeistert. Er erwirkte, dass der ganze Ort unter Denkmalschutz gestellt wurde, und bis heute müssen glücklicherweise alle Neubauten im gleichen andalusischen Stil der weißen, kubischen Häuser mit den blauen Holzveranden, Fenstergittern und Nageltüren gebaut werden.

Für einen Besuch von Sidi Bu Said besser nicht das Wochenende wählen, dann herrscht ein ziemlicher Rummel.
Die Hotelkapazitäten sind begrenzt, die meisten Besucher fahren nach wenigen Stunden zurück in ihre Quartiere. Man sollte daher unbedingt versuchen, eine Nacht im Ort zu wohnen, erst dann kann man das Flair dieses Künstlerdorfes richtig in sich aufnehmen.

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Karthago

Die von den Phöniziern etwa 850 v. Chr. gegründete Stadt Karthago war von etwa 400 - 200 v. Chr. die bedeutendste und reichste Stadt am Mittelmeer und hatte etwa 500.000 Einwohner. Das Reich von Karthago umfasste die meisten Regionen am westlichen Mittelmeer und berühmt in der Geschichte ist der Ritt von Hannibal einem karthagischen Feldherr, der 219 v. Chr. von Spanien mit etwa 40 Elefanten die Alpen überquerte und das römische Reich fast in die Knie zwang. Karthago wurde 146 v. Chr. von den Römern fast vollständig zerstört. Die Ruinen von Karthago sind eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Tunesien. Die Stadt ist heute ein Villenvorort von Tunis und von vielen Badeorten werden Ausflüge angeboten.

 

 

Tunis

Tunis ist eine moderne Hauptstadt mit eleganten Hotels, Geschäften und Unterhaltungsmöglichkeiten aller Art. In der Mitte liegt die Medina (die Altstadt), eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte der islamischen Welt.
Der Haupteingang an der Porte de France und der britischen Botschaft führt direkt zur Rue Djamaa Ez-Zitouna, der Hauptstraße der Souks (Märkte). Weitere Souks, die sich mitunter auf ganz bestimmte Produkte spezialisiert haben, zweigen von der Hauptstraße ab. Djamaa Ez-Zitouna, die große Moschee, ist eine gute Orientierungshilfe.

 

 

 

Bardo-Museum

Das Bardo-Museum in Tunis ist im ehemaligen Palast des Bey untergebracht und beherbergt karthagische, römische, byzantinische und arabische Schätze. Das Nationalmuseum hat prähistorische, punische, römische und byzantinische Ausstellungsstücke und steht auf den Ruinen des Antonius-Bades, das man ebenfalls besichtigen kann. Die Verarbeitung der kleinen Mosaiksteine und die in Marmor gehaltenen Räume ist schon sehr beeindruckend.

 

 

Monastir

Monastir ist die Geburtsstadt des ehemaligen tunesischen Präsidenten Habib Bourguiba, zu dessen Ehren eine Moschee (Dschâmi' Burqîba) und ein Mausoleum (Turbat Âl Burqîba) errichtet wurden und dessen ehemaliger Palast sich an der Straße zum Flughafen, welcher ebenfalls seinen Namen trägt, befindet. Der internationale Flughafen Monastir befindet sich 8 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Heute ist Monastir eine wichtige Universitätsstadt (z. B. Medizinische Fakultät). Ein Fünftel ihrer Bevölkerung sind Studenten.

Mit Sousse und Sfax entwickelte sich die Stadt mit ihrem Hafen zum Umschlagplatz des Olivenölhandels. Seit der Mitte der 60er Jahre ist es eines der wichtigsten Zentren der Touristikbranche in Tunesien.